Eine Stimme der Vernunft in Japan

Während breite Bevölkerungsschichten sich wegen Fukushima endgültig gegen die Kernenergie entschieden haben, fangen Intellektuelle und Umweltaktivisten mit wissenschaftlichem Anspruch an zu verstehen, dass die Kernenergie, verglichen mit sämtlichen Alternativen, die sauberste, billigste und sicherste Lösung ist. In diesen Kanon stimmt Michael Radcliff von der Universität Yokohama City ein.

 

Michael Radcliffe ist Dozent an der Yokohama City University. Schon im Juli 2012 veröffentlichte er in der Japan Times einen interessanten Artikel auf den ich jetzt via Atomic Insights aufmerksam wurde. Titel und Inhalt des Artikels erinnern an George Monbiots Artikel „Why Fukushima made me stop worrying and love nuclear power“. Michael Radcliffe schrieb: „How I learned to stop worrying and embrace the atom“. Beide Titel sind Anspielung auf die Komödie „Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb“ (deutscher Titel: „Dr. Seltsam, oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben“) von Stanley Kubrick aus dem Jahr 1964.

Der Artikel bezieht klar Stellung und führt wichtige Argumente auf.

Nach allem was in Fukushima passiert ist, kann diese Katastrophe unmöglich die Grundlage für einen Verbot der Kernenergie sein.

 

Die Kontaminierung der Präfektur Fukushima hält sich in Grenzen.

In fact, a resident living anywhere in the prefecture, even within the evacuation zone, is likely to have received less radiation in 2011 than people living in areas of high natural background radiation around the world, such as parts of Iran and India. Yet those places have not reported any ill health effects; on the contrary, local hot springs in those areas, high in natural radiation, are frequented by tourists for their supposed health benefits.

Tatsächlich hat ein Einwohner irgendwo in der Präfektur, selbst innerhalb der Evakuierungszone, 2011 wahrscheinlich weniger Strahlung abbekommen als Menschen in Gegenden mit hoher Hintergrundstrahlung überall in der Welt, etwa in Teilen Irans und Indiens. Diese Orte haben keine bekannten schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit; im Gegenteil, örtliche heiße Quellen, reich an natürlicher Strahlung, werden von Touristen wegen angenommener gesundheitsfördernder Wirkung besucht.

 

Auch werden die Gefahren in Relation gesetzt:

 

Other experts have said that at worst, using the most pessimistic of theoretical assumptions, living close to the Fukushima plant may raise the risk of cancer in your lifetime by a fraction of 1 percent. In contrast, and as an example of the skewed perceptions of risk many people have, living in a major city subjects people to a very real and measurable reduction in life expectancy due to air pollution; but surprisingly, nobody is advocating the evacuation of Tokyo in the light of this.

Andere Experten sagten, dass im schlimmsten Fall, unter Anwendung der pessimistischsten theoretischen Annahmen, das Krebsrisiko auf Lebenszeit um Bruchteile von 1% erhöht wird wenn man in der Nähe des Fukushima Kraftwerks lebt. Im Gegensatz dazu, und als Beispiel für die verzerrte Risikowahrnehmung vieler Menschen, verringert sich die Lebenserwartung real und messbar durch Luftverschmutzung für Menschen die in einer Stadt leben; doch seltsamerweise, verlangt niemand die Evakuierung Tokio in diesem Licht.

Der Autor macht die Medien verantwortlich dafür, dass dieses Wissen in der Öffentlichkeit nicht vorhanden ist:

 

Yet so underreported is the scientific consensus in the Japanese media that the average person could be forgiven for having no knowledge at all of this very prosaic reality.

Doch ist der wissenschaftliche Konsens so unterrepräsentiert in den japansichen Medien, dass man dem Durchschnittsmenschen vergeben kann, das ser kein Wissen hat von dieser prosaischen Realität.

 

In einer 45-minütigen Sendung über verstrahltes Rindfleisch, in 45 Minuten Angsthetzerei (fear-mongering), kamen nur 15 Sekunden unaufgeregter Wissenschaft vor, in denen ein Wissenschaftler erklärte, man müsse täglich mindestens 1 kg dieses Fleisches zu sich nehmen um einen messbaren Gesundheitseffekt zu beobachten.

Ich möchte dem hinzufügen: Wer jeden Tag 1 kg Rindfleisch isst, hat bald ganz andere Gesundheitsprobleme als die durch Strahlung verursachten.

Sehr schön ist auch die richtige Beobachtung, dass die ernüchternden und beruhigenden Nachrichten über die Auswirkungen der Katastrophe bei den Anti-AKW-Aktivisten nicht etwa zu einer Beruhigung geführt haben, sondern diese eher beleidigen.

Die Auswirkungen der Strahlung, verglichen mit den Alternativen, sind geradezu vernachlässigbar:

 

The relatively minor effects of the Fukushima accident can really be appreciated when compared to the hideous health consequences of the use of other major energy sources. Every year thousands of people are killed in coal mining accidents in China alone, and the burning of coal and oil kills hundreds of thousands of people worldwide annually through the release of air pollutants. Compared to those numbers, is it really possible that people choose not to support nuclear energy, when Fukushima radiation has killed no one at all?

Die relative geringen Auswirkungen des Fukushima-Unfalls können erst wirklich abgeschätzt werden, wenn wir sie vergleichen mit den scheußlichen Gesundheitsfolgen aus der Benutzung der anderen großen Energiequellen. Jedes Jahr werden allein in China tausende Menschen in Bergbauunfällen getötet und die Verbrennung von Kohle und Öl tötet weltweit hunderttausende durch Luftverschmutzung. Verglichen mit diesen Zahlen, ist es da tatsächlich möglich, dass sich Menschen entscheiden nicht die Kernenergie zu unterstützen, wenn Fukushima-Strahlung überhaupt niemanden getötet hat?

 

 

Mir fehlt leider die Zeit den ganzen Artikel zu übersetzen. Erfahrungsgemäß übersetzen einige andere Blogs regelmäßig solche Artikel ins Deutsche, ich werde den Link dann posten.

Jedem der der englischen Sprache mächtig ist, empfehle ich, den Artikel unbedingt im Original zu lesen.

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    • Tim
    • 25. Sep. 2012 9:39pm

    Die Kernenergie ist eine sichere Energiequelle, aber nun mal auch eine irrelevante (5% der globalen Energieerzeugung, und der Anteil wird kaum steigen). Kohle, Gas und Erdöl wird man durch die Kernenergie nicht ersetzen können. Insofern ähnelt sie der Windkraft.
    Es lohnt sich heute nicht mehr, sich Gedanken über Argumente für oder gegen die Kernkraft zu machen. Sie kann unser Energieproblem nicht lösen, so sicher sie auch sein mag.

      • Paul Schoeps
      • 26. Sep. 2012 7:37am

      Hallo Tim

       

      Danke für dein Kommentar und dein Interesse.

      Wie sie sich denken können, sind wir von Kerngedanken da anderer Meinung. Zunächst muss man feststellen, dass die Kernenergie zur Erzeugung von Strom benutzt wird. Der Primärenergieverbrauch weltweit ist da nur schwer ein Maßstab für die aktuelle Bedeutung.

      Im weltweiten Primärenergieverbrauch liegt Windkraft bei unter 0,5%. Öl lässt sich als Energieträger in absehbarer Zeit nicht substituieren und macht über ein Drittel aus. Wind liegt bei unter 0,5%, Sonnenenergie noch darunter. Erdgas macht ein Fünftel der Rechnung aus und wird hauptsächlich zum Heizen benutzt, auch dafür ist die Kernenergie ein schlechter Ersatz. Fast ein Drittel wird von Kohle abgedeckt, die mit Abstand schmutzigste Form der Energieerzeugung.

      Doch das sind die Zahlen des Energieverbrauchs weltweit. Darin sind 10% Biomasse enthalten die daher rühren, dass in der Dritten Welt noch sehr häufig mit Holz gekocht und (wo nötig) geheizt wird.

      Die Kernenergie im Kontext der globalen Primärenergieerzeugung zu betrachten, ist also gar nicht sinnvoll.

      Kernenergie müssen wir im Fokus der Stromversorgung betrachten. Und da wird das Verhältnis schon besser zugunsten der Kernenergie. Auch hier kommen Wind und Sonne so gut wie nicht vor, Wasserkraft ist mit 16% recht stark wo man sie verwenden kann. Kernenergie fast genauso stark (ca. 15%). Erdgas mit 20% noch davor. Kohle ist mit 41% einsam an der Spitze.

      Und auch nach Ländern augesplittet ist der Unterschied sehr groß. Deutschland könnte noch fast 30% seines Stroms aus Kernenergie erzeugen, ohne den Ausstieg. Bei Frankreich sind es etwa 80% der Stromversorgung! Frankreich deckt den wichtigsten Teil seiner Stromversorgung mit Kernenergie. Warum soll das weltweit nicht möglich sein?

       

      Da frage ich sie, von welchem Energieproblem sie sprechen, das man lösen muss?

      Das Problem mit Kohle, Gas und Öl, schien lange ihre Endlichkeit zu sein. Durch die Energy Revolution in den USA, die langsam auch nach Europa überschwappt, wissen wir, dass das Ölzeitalter noch einige Jahrhunderte dauern kann (siehe hier: http://www.kerngedanken.de/2012/07/die-loesung-eines-menschheitsproblems/).
      Insofern gibt es hier kein Problem das man in absehbarer Zeit lösen müsste.

      Das nächste Problem mit den fossilen Energieträgern ist der Umweltschaden, der durch sie verursacht wird, durch Abbau und Abgase. Den Abgasen der Kohlekraft fallen weltweit 1,3 Millionen Menschen pro Jahr zum Opfer.
      Fast alle heute laufenden Kraftwerke in der Welt wurden vor weniger als 60 Jahren gebaut. Würde man ab morgen entscheiden, so viele Kraftwerke wie möglich als Kernkraftwerke zu bauen, könnte der Anteil der Kernenergie sprunghaft und konstant ansteigen. Was dem im Weg steht ist politischer Wille, öffentliche Akzeptanz und nicht zuletzt ein Mangel von so vielen Physikern und Ingenieuren in so kurzer Zeit. Jedes Kohlekraftwerk das nicht gebaut wird rettet Menschenleben. Dazu kann die Kernenergie einen Beitrag leisten. Der aktuelle Anteil der Kernenergie in der Strom- oder Energieerzeugung sagt doch gar nichts über deren Potentiale aus.

      Wenn sie sich Sorgen um den Klimawandel machen, führt an der Kernenergie realistisch gesehen kein Weg vorbei, was inzwischen auch viele ausländische Journalisten und Politiker (vor allem Grüne!) verstehen. (Zum Beispiel Mark Lynas, in diesem Artikel sagt er, ohne Kernenergie haben wir den Kampf gegen den Klimawandel schon verloren: http://www.guardian.co.uk/environment/2012/sep/14/nuclear-global-warming

      Deutschland hat seit 2003 schon über 100 Milliarden Euro in die Förderung der Photovoltaik gesteckt, die dafür bereits 2 oder 3% unseres Stromverbrauchs bedient. Hätte man genau so viel Geld in den Bau neuer Kernkraftwerke gesteckt (was politisch natürlich illusorisch ist), könnten wir heute schon 20 bis 30% unseres Stroms mehr aus der Kerneenrgie ziehen als wir bereits haben. Das Geld ist also scheinbar da!

      Die Energiestrategie einiger Staaten (z.B. UK) zielt ausdrücklich auf einen Ausbau der Kernenergie und der erneuerbaren Energien. Deutschlands Weg ist ein einsamer Weg in eine Sackgasse.

      Frankreich hat innerhalb von 30 Jahren seine Stromversorgung fast vollständig mit Kernenergie aufgebaut.

      Trotz der zahlreichen politischen Hürden die der Kernenergie vor allem in Deutschland im Wege stehen ist es nur eine Frage des politischen Willens und ich sehe uns da auf einer Linie mit zahlreichen Grünen und Journalisten im Ausland. Wie Mark Lynas, wie George Monbiot, wie James Lovelock, wie Stewart Brand, wie Pattrick Moore- ich kann mehr englischsprachige Umweltschützer aufzählen die für die Kernenergie sind, als ich deutsche Umweltschützer insgesamt aufzählen kann (insofern man Politiker nicht dazu zählt).

       

      Welches Energieproblem meinen oder sehen sie?

      Warum kann die Kernenergie ihrer Meinung nach dieses Problem nicht lösen?

    • Tim
    • 26. Sep. 2012 8:31am

    Vielleicht muß ich klarstellen, daß ich absolut kein Kernkraftgegner bin (und hier meine ich natürlich: Kernspaltung). In allen Diskussionen mit Pseudo-Umweltschützern nenne ich stets exakt die Argumente, die Sie oben auch geschrieben haben. Sie hat aber allenfalls als Brückentechnologie eine Zukunft (dasselbe gilt natürlich für die Energie aus fossilen Energieträgern, woran auch die Schiergas-Revolution nichts dauerhaft ändern wird).
    Strom macht nur ein Sechstel bis ein Fünftel des weltweiten Energiebedarfs aus, ist also für die Debatte wirklich nicht besonders relevant. Selbst wenn man den Klimawandel für ein großes Problem hält, wird die Kernkraft keinen fundamentalen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen leisten können. Hier noch Grabenkämpfe zu führen, ist verschwendete Zeit.
    Anders sieht es bei der Kernfusion aus. Hier habe ich trotz allem noch große Hoffnungen. Noch weitaus größere Erwartung habe ich allerdings bei der Energie aus Biomasse, die durch neuere Entwicklungen in der synthetischen Biologie in den nächsten Jahrzehnten enorm an Bedeutung gewinnen wird.
    Sinnvoll wäre meiner Meinung nach, alle Kraft schon jetzt in Anstrengungen zu stecken, der Gesellschaft Kernfusion und synthetische Biologie (also Gentechnik) zu erläutern und schmackhaft zu machen, damit es in ein paar Jahrzehnten nicht schon wieder irrationale Ängste mit entsprechender Quatschpolitik gibt.

    • Die Bedeutung der Kernenergie kann noch steigen, wenn neuartige Reaktortypen entwickelt werden, die es erlauben, Kernenergie für die Erzeugung von industrieller Prozesswärme zu verwenden. Besonders interessant ist der Molten-Salt-Reactor.

    • Sorry für die späte Antwort

      Grundsätzlich ist vermutlich jede Technologie, nur eine Brückentechnologie zur nächsten. Ich finde, “Brückentechnologie” ist ein Schlagwort mit dem die Politik eine bereits kernkraftfeindliche Gesellschaft hinhalten wollte. “Es ist ja nur eine Brücke- zur nächsten, besseren Technologie. Also haltet noch ein paar Jahrzehnte die Füße still.” So gesehen war das Schwert eine Brückentechnologie zur Muskete, die Dampfmaschine eine Brückentechnologie zum Verbrennungsmotor, die Schallplatte eine Brückentechnologie zur CD.

      Wir müssen im Jetzt leben und danach handeln. Ich bin von der Machbarkeit der Kernfusion überzeugt und bin sehr für diese Technologie, allerdings ist diese noch lange nicht marktreif. Der Bau eines Kernkraftwerks dauert von Planung bis Fertigstellung mindestens 10 Jahre. Selbst wenn wir annehmen, dass das erste kommerzielle Fusionskraftwerk in 20 Jahren gebaut wird, und der Bau nur 10 Jahre dauert (was beides sehr optmistische Annahmen sind), werden die ersten Fusionskraftwerke in den 2040′er Jahren ans Netz gehen und es könnte weitere Jahrzehnte dauern, bis sie einen bedeutenden Teil der Stromversorgung ausmachen.
      Dazu kommt, dass neue Reaktortypen der Generation 4 (z.B. der von Robert Michel erwähnte Molten-Salt-Reactor) viel näher an einer Marktreife sind. Diese sind in der Lage Atommüll zu Strom zu verarbeiten, was ihren Kritikern den Wind aus den Segeln nimmt.

      Ihre optimistische Einschätzung einer Zukunft von Energie aus Biomasse kann ich dagegen nicht teilen. Sie hat auch wenig mit unserem Thema zu tun: Kernenergie sind Möglichkeiten zur Gewinnung von Strom. Der Strombedarf wächst. Die schnellstwachsende Stromquelle der Welt ist die Kohleverfeuerung. Wie ich schon hier dargelegt habe, ist Kohleverfeuerung auch ohne die CO2-Problematik bereits schädlich und schmutzig.
      Umweltschützer der Welt sollten sich zusammenschließen und gegen Kohleverstromung kämpfen. Von mir aus können wir die Grabenkämpfe um Erneuerbare Energien und Kernenergie beenden und erstmal gemeinsam die Kohleverfeuerung bekämpfen- das rettet mindestens 1,3 millionen Menschen jedes Jahr das Leben. Und wenn- in ferner Zukunft- der Anteil der Kohle an der Stromerzeugung auf null gesunken ist, dann können wir uns nochmal hinsetzen und miteinander diskutieren ob Wind, Solar, Kernenergie oder irgendeine bis dahin entwickelte Zukunftstechnologie den Vorrang haben sollte.
      Doch wer hört schon auf diese rationale Argumentation? Dazu in Deutschland?

      Hier und jetzt haben wir diese Alternativen zur Stromerzeugung mit ihren spezifischen Nachteilen:
      Erneuerabre Energien mit Gaskraft (doppelte Infrastruktur, hohe Preise, Umweltverschmutzung und säurehaltige, giftige, radioaktive Abfälle bei der Herstellung)
      Kohlekraft (hoher CO2-Ausstoß, Luftverschmutzung, Tote im Tagebau)
      Kernenergie (minimale Gefahr eines Auslegungsüberschreitenden Vorfalls, geringe Menge hochradioaktiver Abfälle im Betrieb)

      Und zwischen diesen Alternativen müssen wir abwägen. China nimmt heute jede Woche ein neues Kohlekraftwerk ans Netz und möchte hunderte neue Kernkraftwerke errichten. Es ist da wenig sinnvoll China auf die Möglichkeiten der Kernfusion hinzuweisen. Auf diesem Gebiet forschen sie schon selbst.

      Irrationale Ängste werden immer bestehen. Die Einwände gegen Gentechnik sind gewaltig, ihrem Parteiprogramm zufolge sind die Grünen strikt gegen die Weiterführung der Kernfusionsforschung. Die grünen Einwände gegen die Kernenergie sind schon heute bestenfalls abergläubig, um es mit Mark Lynas zu sagen: Sie sind urabne Mythen.
      Der grüne Zeitgeist ist technologiefeindlich, amodern und im schlimmsten Sinne Reaktionär. Was uns in Deutschland fehlt sind fortschrittliche, grüne Vordenker wie man sie im englischsprachigen Raum inzwischen häufig findet (Ich kann mehr englischsprachige Umweltaktivisten aufzählen die für die Kernenergie sind, als ich überhaupt deutsche Umweltaktivisten aufzählen kann).
      Ein sich ändernder Zeitgeist wird möglicherweise die Kernenergie in Deutschland rehabilitieren oder sie noch schlimmer dämonisieren.
      Im Moment sehe ich eher schwarz für einen optimistischeren, fortschrittlicheren deutschen Zeitgeist, aber vielleicht werde ich da noch überrascht.

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