Archive for 2010

Wer zahlt für den Müll?

Der radioaktive Abfall, der im Rahmen der friedlichen Nutzung der Kernenergie anfällt, muss über sehr lange Zeiträume und unter Berücksichtigung besonderer Bedingungen endgelagert werden. Hierfür wird die Verbringung in tiefe geologische Formationen als beste Möglichkeit präferiert. Allerdings gelten für diesen Abfall besondere Anforderungen: so kommt nicht das normale Bergrecht (BBergG) sondern das wesentlich strengere und restriktivere Atomgesetz (AtG) zur Anwendung. Das und die teilweise sehr langen Zeiträume sowie die hohen technischen Anforderungen machen den Prozess der Entsorgung sehr kostenintensiv. Und immer wieder wird dann die Frage gestellt, wer denn für diese Kosten aufzukommen hat. Weiterlesen

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Brauchen wir wirklich noch die Kernkraft?

Ende November war es nun soweit, die Laufzeitverlängerung der in Betrieb befindlichen Reaktoren ist beschlossene Sache. Und wie es zu erwarten war, fühlen sich einige Gegner der Kernkraft übel übers Ohr gehauen. Noch lauter als vorher werden die Rufe nach einem Ausstieg, am besten sofort. Doch hier muss die Frage erlaubt sein: ist das denn überhaupt realistisch? Immerhin hat die kerntechnische Stromerzeugung einen nicht unerheblichen Anteil am deutschen Energiemix. Wesentlich größer ist der Beitrag bei der Bereitstellung der Grundlast: nahezu die Hälfte wird durch kerntechnische Anlagen getragen. Ist die Forderung, sofort respektive in 2022 den letzten Reaktor abzuschalten, realistisch? Weiterlesen

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Blog Teleskop #66

 

Das 66. Blog-Teleskop steht an und ich freue mich, dass meinem noch recht jungen Blog diese Aufgabe zugefallen ist. Und ist auch die Zeit recht kurz gewesen (Florian trat erst am Freitag an mich heran), so erinnere ich mich an die Worte meines Professors in Festkörperphysik der immer meinte: Nur unter Druck entstehen Diamanten. Los geht’s also, lasst uns mal schauen was die letzten zwei Wochen so gebracht haben. Weiterlesen

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Radon – die unterschätzte Gefahr

Bereits seit vielen Jahren ist die Gefahr, die durch die Inhalation von Radon ausgeht, ein international viel beachtetes Problem. Allein in Deutschland sterben jedes Jahr rund 1.900 Menschen nachweislich aufgrund einer zu hohen Konzentrationen von Radon in der Raumluft. Ursache sind hier unter anderem Häuser die im Rahmen von Sanierungs- und Energieeinsparmaßnahmen quasi abgedichtet wurden. Dadurch kann sich das Radon, welches aus dem Boden emittiert wird, in den Wohnungen anreichern und extrem hohe Konzentrationen erreichen. Im Rahmen des Ende September vorgestellten Gutachtens der Bundesregierung soll nun geplant werden, die vorhandene Bausubstanz unter Beachtung der Wärmedämmung zu sanieren. Hier ist dringender Aufklärungsbedarf notwendig um diese (ohne Frage wichtigen) Maßnahmen sicher und ohne eine Gefährdung der Gesundheit durchzuführen. Weiterlesen

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Risiken der Technik

Nichts ist ohne Risiko. Dieser Spruch ist so alt wie er richtig ist. Und so setzt auch der Mensch sich jeden Tag gewissen Risiken aus. Er wird aber auch Risiken ausgesetzt derer er sich nur schwer erwehren kann. Seit dem Unglück in Harrisburg und natürlich vor allem der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl geht in der Bevölkerung die Angst vor einem weiteren GAU um. Leider nehmen auch viele Medien ihre Rolle als objektive Berichterstatter nur unzureichend wahr und schüren mit so mancher Horrorstory diese Ängste. Dass vielfach von anderen Technologien weitaus größere Gefahren ausgehen, wird meistens verschwiegen. So muss man leider feststellen, dass angesichts des Risikopotenzials mit zweierlei Maß gemessen wird. Weiterlesen

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Endlagerung in Deutschland – wie funktioniert das?

Seit in den 1950er Jahren angefangen wurde, kerntechnisch Energie zu erzeugen, waren sich die Mitarbeiter auch der Tatsache bewusst, dass hier ein Müllproblem der besonderen Art zu lösen sein wird. Hier handelt es sich nämlich um Abfall, der über einen sehr langen Zeitraum ein hohes Gefährdungspotenzial besitzt und dementsprechend sorgfältig entsorgt werden muss. Und hier setzt auch die Kritik vieler Gegner der Kernkraft an die bemängeln, dass trotz der vielen Jahre, die die Kernkraftwerke nun schon in Betrieb sind, bisher kein Endlager gefunden wurde. Auch wird, im Rahmen solcher Debatten, von vielen Gegnern die generelle Machbarkeit einer solchen Endlagerung angezweifelt. Daher möchte ich hier einmal auf genau diese Frage eingehen und das allgemeine Konzept der Endlagerung vorstellen. Denn: machbar ist die sehr wohl, allein die Umsetzung scheitert bisher vor allem an den Menschen, die sich den Schutz der Natur auf die Fahne geschrieben haben. Weiterlesen

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Wem gehört der Müll in der Asse?

In den Jahren von 1967 bis 1978 wurden in dem ehemaligen Salzbergwerk Asse die Endlagerung von radioaktivem Abfall großtechnisch erprobt und praktiziert. In dieser Zeit wurden mehr als 125.000 Fässer mit radioaktivem Abfall eingelagert. Bereits damals war die Problematik des Wasserzuflusses bekannt, in den 1990er Jahren allerdings hatte sich diese dramatisch verschlimmert. Mittlerweile droht die Asse abzusaufen, eine Kontamination des Grundwassers wird nicht ausgeschlossen. So wird nun durch den Betreiber, das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) eine Rückholung des Inventars angestrebt – ein Unterfangen das je nach Schätzung zwischen zwei und sechs Milliarden Euro kosten wird. Doch wer soll diesen Betrag aufbringen, wem gehört denn der ganze Mist der dort gelagert ist? Weiterlesen

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